Prof. Dr. Noah Bubenhofer (Universität Zürich)

Noah Bubenhofer ist Professor für Deutsche Sprachwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Seine Forschungsgebiete liegen in den Bereichen Semantik und Pragmatik in Kultur und Gesellschaft, so treibt er etwa Methoden einer sozial- und kulturwissenschaftlich interessierten Korpuslinguistik voran und untersucht damit Diskurse und sprachliche Praktiken. Ebenso befasst sich Noah Bubenhofer mit der Theoriebildung einer „digitalen Linguistik“ und beforscht das Potenzial von Visualisierungen von Sprache und Kommunikation. Sein Buch „Visuelle Linguistik“ verknüpft vor dem Hintergrund diagrammatischer Überlegungen die verschiedenen Interessensgebiete. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt sind die theoretischen und methodischen Implikationen generativer künstlicher Intelligenz.

https://www.dsi.uzh.ch/en/people/directors/nbubenhofer.html

 

Prof. Dr. Marcella Costa (Università degli Studi di Torino)

Marcella Costa ist Professorin für Deutsche Sprachwissenschaft und DaF an der Universität Turin (Italien). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des gesprochenen Deutsch, der Konversationsanalyse für DaF sowie der Kontrastiven Linguistik Deutsch-Italienisch, mit besonderem Schwerpunkt auf der evaluativen Morphologie und der Interpunktion. Zu ihren Veröffentlichungen zählen: Italiano e tedesco. Questioni di linguistica contrastiva (hrsg. mit Sandra Bosco Coletsos, 2013); M. Costa/M. Foschi (hrsg.), Grammatica del tedesco parlato (2017); M. Costa/U. Ammon (hrsg.), Sprachwahl im Tourismus/Language Choice in Tourism (2018). Außerdem ist sie Mitherausgeberin der Reihe Kontrastive Linguistik/Linguistica contrastiva (Peter Lang, zusammen mit Elmar Schafroth).

https://www.lingue.unito.it/do/docenti.pl/Alias?marcella.costa#tab-profilo

 

Prof. Dr. Claudio Di Meola (Sapienza, Università di Roma)

Claudio Di Meola studierte Moderne Fremdsprachen und Literaturen mit Schwerpunkt Germanistik an der Università di Roma „La Sapienza“ (Laurea 1988) und promovierte 1994 in Linguistik an der Università Roma Tre. 1997 habilitierte er sich an der Universität zu Köln im Fach Deutsche Sprachwissenschaft. Seit 1998 ist er an der Università di Roma „La Sapienza“ tätig, seit 2005 als Professore ordinario für deutsche Sprache, Übersetzung und Sprachwissenschaft (GERM-01/C). Seine Forschungsschwerpunkte umfassen kognitive Linguistik, Morphosyntax – insbesondere Konjunktionen, Präpositionen und Substantive -, Semantik – vor allem Metapher, Polysemie und Tempora -, kontrastive Linguistik sowie die Didaktik des Deutschen als Fremdsprache. Zu seinen wichtigsten Monographien zählen Kommen und gehen (1994), Der Ausdruck der Konzessivität in der deutschen Gegenwartssprache (1997), Die Grammatikalisierung deutscher Präpositionen (2000), Die Versprachlichung von Zukünftigkeit durch Präsens und Futur I (2013) sowie – gemeinsam mit Daniela Puato – DaF-Übungsgrammatiken zwischen Sprachwissenschaft und Didaktik (2017). Hinzu kommt das Lehrbuch La linguistica tedesca (3. Aufl. 2014). Von 2004 bis 2010 organisierte er die internationalen Tagungen Linguistica tedesca in Italia und gab deren Akten heraus. 2006 gründete er gemeinsam mit Rudolf Hoberg die Reihe Deutsche Sprachwissenschaft international bei Peter Lang, die er heute zusammen mit Armin Burkhardt und Jin Zhao herausgibt.Er war Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Rates des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim (2008–2010), ANVUR-Gutachter für die VQR 2011–2014 sowie Mitglied der nationalen ASN-Kommissionen für den Bereich 10/M1 (2012; 2018–2020). Darüber hinaus gehört er verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Reviewing-Komitees an, darunter Rhesis, Studies in European Linguistics und Estuary. Le varianti regionali nel mondo. Von 2016 bis 2018 verantwortete er die Rubrik „Linguistik und Sprachdidaktik“ der Zeitschrift Costellazioni.

https://phd.uniroma1.it/web/CLAUDIO-DI-MEOLA_nC1755_IT.aspx

 

Prof. Dr. Henning Lobin (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)

Henning Lobin (*1964) studierte Germanistik, Philosophie und Informatik. Nach der Promotion 1991 an der Universität Bonn zu einem grammatischen Thema und der Habilitation 1996 an der Universität Bielefeld im Bereich Sprachtechnologie wurde er 1999 auf den Lehrstuhl für Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik an die Universität Gießen berufen, wo er u.a. auch als Vizepräsident fungierte und das Zentrum für Medien und Interaktivität aufbaute. Seit 2018 ist er Wissenschaftlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim und Professor für Germanistische Linguistik an der dortigen Universität. Lobin war bis 2025 Sprecher der Sektion Geistes- und Bildungswissenschaften der Leibniz-Gemeinschaft und Mitglied in deren Präsidium. Lobin war und ist zudem gewähltes Mitglied des Goethe-Instituts, des Rats für deutsche Rechtschreibung sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten, etwa dem des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Deuschen Literaturarchivs Marbach oder dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung. Lobin ist Autor von neun Monografien, zuletzt „Die Engelbart-Galaxis. Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt“ (Campus 2014) und „Digital und vernetzt. Das neue Bild der Sprache“ (Metzler 2018). 2021 ist „Sprachkampf“ zu aktuellen sprachpolitischen Debatten sowie als Sammelwerk „Orthographie in Wissenschaft und Gesellschaft“ (de Gruyter 2024, hrsg. zusammen mit S. Krome, M. Habermann und A. Wöllstein) erschienen.

https://www.ids-mannheim.de/zfo/personal/lobin/

 

Dr. Beata Trawiński  (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)

Dr. Beata Trawiński ist Linguistin mit den Forschungsschwerpunkten Grammatik, Korpuslinguistik und kontrastive Linguistik, insbesondere im Bereich der germanischen und slawischen Sprachen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wo sie Projekte zur Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich leitet. Sie studierte Slawistik in Lublin (Polen) und promovierte in Allgemeiner Sprachwissenschaft und Computerlinguistik an der Universität Tübingen. Ihre akademische Laufbahn umfasst Forschungs- und Lehrtätigkeiten an den Universitäten Tübingen, Wien, Passau, Göttingen und Mannheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen propositionale Argumente, insbesondere Subjektsätze, Kontrolle, Pluralität, Negation und negative Polarität sowie Mehrwortlexeme. Ein besonderes Interesse gilt multilingualen Korpora und Fragen der sprachübergreifenden Vergleichbarkeit. Beata Trawiński ist Mitgründerin und Mitherausgeberin der Open-Access-Publikationsreihe IDSopen. Darüber hinaus engagiert sie sich in der offenen Forschungsinitiative European Reference Corpus (EuReCo), die den Aufbau und die Vernetzung multilingualer Korpusressourcen für die europäische Sprachforschung vorantreibt.

https://www.ids-mannheim.de/gra/personal/trawinski/